Wie viele Pflegeheime gibt es wirklich in Deutschland, wo liegen sie und was kosten sie 2026? Wir haben die Kartierungsdaten von Curalune — unsere Datenbank der Einrichtungen für ältere Menschen, Stadt für Stadt — mit den realen Kosten 2026 zusammengeführt. Hier sind die Zahlen. Die Daten sind unter Angabe der Quelle (Curalune, 2026) frei zitierbar.
Wie viele Einrichtungen: die Abdeckung
Für 2026 erfasst die Curalune-Kartierung in Deutschland
- 9.771 Pflegeheime veröffentlicht.
- Verteilt auf 2.622 Städte und alle 16 Bundesländer.
Es ist eine der breitesten und feinmaschigsten öffentlich zugänglichen Kartierungen des stationären Pflegeangebots in Deutschland.
Wo sie liegen: das Ranking nach Bundesland
Die führenden Bundesländer nach Zahl der erfassten Einrichtungen
- Nordrhein-Westfalen — 1.420 Pflegeheime
- Baden-Württemberg — 945 Pflegeheime
- Niedersachsen — 810 Pflegeheime
- Bayern — 805 Pflegeheime
- Sachsen — 586 Pflegeheime
- Hessen — 477 Pflegeheime
- Thüringen — 313 Pflegeheime
- Sachsen-Anhalt — 287 Pflegeheime
Wenig überraschend führt das bevölkerungsreiche Nordrhein-Westfalen deutlich; zusammen mit Baden-Württemberg, Niedersachsen und Bayern stellt es fast die Hälfte aller erfassten Heime.
Was ein Heimplatz 2026 kostet
Der entscheidende Punkt, den viele Familien nicht kennen: Man zahlt nicht die gesamten Heimkosten selbst, sondern den Eigenanteil.
- Der einrichtungseinheitliche Eigenanteil (EEE) für Pflege liegt 2026 im Bundesdurchschnitt bei rund 2.900 €/Monat (inklusive Unterkunft, Verpflegung und Investitionskosten) — mit deutlichen Unterschieden je Bundesland (in NRW und Baden-Württemberg tendenziell höher, im Osten niedriger).
- Die Pflegekasse zahlt einen festen Leistungsbetrag je Pflegegrad (2–5) hinzu; der Rest ist der Eigenanteil.
- Der Leistungszuschlag senkt den pflegebedingten Eigenanteil mit der Wohndauer (gestaffelt nach Monaten/Jahren im Heim).
- Reichen Rente und Vermögen nicht, springt die Hilfe zur Pflege des Sozialamts ein — einkommens- und vermögensabhängig, mit möglichem Elternunterhalt.
Wer zahlt was, je nach Bundesland: Wer zahlt das Pflegeheim?.
Was das für Familien bedeutet
- Der Eigenanteil ist die eigentliche Belastung, nicht die Gesamtkosten — und er steigt regional stark unterschiedlich.
- Der Pflegegrad entscheidet über den Zuschuss der Pflegekasse: ohne Pflegegrad keine Leistung.
- Anträge kosten Zeit. Pflegegrad, Heimunterlagen und Hilfe zur Pflege müssen früh und vollständig gestellt werden: Anträge für den Heimplatz, Schritt für Schritt.
Methodik
Die Abdeckungsdaten (Zahl der Einrichtungen, Städte, Bundesländer) stammen aus der Curalune-Kartierungsdatenbank, Stand 2026. Die Kostenangaben stammen aus öffentlichen Quellen 2026 zum Eigenanteil im Pflegeheim. Für Zitate oder aggregierte Daten nach Bundesland: Quelle ist Curalune (2026).
So finden Sie das passende Heim
Bei über 9.700 Pflegeheimen ist nicht die Menge das Problem, sondern die Auswahl. Curalune Hilfe erstellt Ihnen eine Auswahl von 3–5 passenden Heimen für die Situation und das Budget Ihres Angehörigen — meist innerhalb eines Werktags.
Häufige Fragen
Wie viele Pflegeheime gibt es in Deutschland?
Die Curalune-Kartierung 2026 erfasst 9.771 Pflegeheime in 2.622 Städten und allen 16 Bundesländern.
Welche Bundesländer haben die meisten Pflegeheime?
An der Spitze Nordrhein-Westfalen (1.420), gefolgt von Baden-Württemberg (945), Niedersachsen (810) und Bayern (805).
Was kostet ein Pflegeheim 2026?
Der Eigenanteil liegt im Bundesdurchschnitt bei rund 2.900 €/Monat, je nach Bundesland höher oder niedriger. Die Pflegekasse zahlt je Pflegegrad einen festen Betrag hinzu, und der Leistungszuschlag senkt den Eigenanteil mit der Wohndauer.
Wer zahlt, wenn das Einkommen nicht reicht?
Dann übernimmt die Hilfe zur Pflege des Sozialamts einen Teil — einkommens- und vermögensabhängig, mit möglichem Elternunterhalt.
Kurz gefasst
In Deutschland kartiert Curalune 9.771 Pflegeheime in 2.622 Städten, angeführt von Nordrhein-Westfalen. Der Eigenanteil liegt 2026 im Schnitt bei rund 2.900 €/Monat, mit starken regionalen Unterschieden — entlastet durch Pflegekasse, Leistungszuschlag und, bei Bedarf, Hilfe zur Pflege.
Weniger zahlen ist vor allem eine Frage der Anträge
Was eine Familie am Ende zahlt, entscheidet weniger der Heimpreis als drei Anträge: der Pflegegrad (bei Verschlechterung lohnt sich ein Höherstufungsantrag), die Hilfe zur Pflege beim Sozialamt, wenn Rente und Vermögen den Eigenanteil nicht decken — vor oder bei Einzug zu stellen, nicht Monate später — und der Leistungszuschlag, der den pflegebedingten Eigenanteil mit der Aufenthaltsdauer senkt.